Samstag, 2. Mai 2015

Freie Wahl 


An unserem Entdeckertisch erwarten die Kinder jede Woche 6 bis 8 verschiedene Tabletts, die ihre Kreativität und Phantasie fördern, die ihnen helfen, die Welt zu verstehen, die sie ermutigen eigene Versuche anzustellen. Im Montessori-Seitz-Gestell warten weitere 30 Spiel-, Werk- un Experi-mentier-Angebote auf die Kinder. 

"Das wäre bei uns unmöglich!" diese Aussage hörte ich bisher in jedem meiner Praxiskurse, viele 
meiner Teilnehmerinnen haben Angst, die Kinder würden alles durcheinander bringen. 

Bei uns haben die Kinder ab dem ersten Spielgruppentag die freie Wahl. Natürlich müssen wir Anfangs vermehrt darauf achten, was wir anbieten und auch wir holen immer wieder Pompons, Steine oder Klötze aus den Kochtöpfen in der Küche. Nach wenigen Wochen haben die Kinder das Prinzip verstanden, sie wählen das gewünschte Tablett aus, spielen damit und stellen es wieder zurück. Zugegeben das Zurückstellen braucht etwas mehr Geduld, aber nach einem halben Jahr funktioniert auch das Aufräumen recht gut. 

Neben dem Entdeckertisch steht den Kindern in der Spielecke ein Spielthema z. B. die Eisenbahn zur Verfügung. Am Spieltisch üben wir uns mit Gesellschaftspielen und festigen gleichzeitig den aktuellen Wortschatz, in der Küche wird gekocht und der Tisch gedeckt, am Knettisch zeigen wir den Kindern, wie eine Wurst gerollt wird, sie wallen den Knet aus und stechen Formen aus. Unter dem 
Dachgeschoss können Lego-Duplos verbaut werden und unsere Bücher-Ecke lädt zum Schmöckern ein. 

So bietet unsere Spielgruppe jedem Kind ein interessantes Angebot, das ihrem jeweiligen Entwicklungsstand entspricht und auch anspruchsvollen Kindern gerecht wird. 

Wir möchten allen Spielgruppen-Leiterinnen diese Art des freien Spiels ans Herz legen, die Kinder sind sehr dankbar für die vielen unterschiedlichen Angebote und Besucherinnen staunen immer wieder, wie konzentriert und zufrieden die Kinder bei uns spielen. 








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